Ausstellung zu Walter Vielhauer

15. April 2025

Walter Vielhauer – ein Heilbronner Arbeiter, Antifaschist, Kommunist und Widerstandskämpfer.

 Ausstellungseröffnung: Freitag, 18. April 2025, 19 Uhr
 Soziales Zentrum Käthe, Heilbronn


Als junger Arbeiter wurde Walter früh gewerkschaftlich und politisch aktiv. Im deutschen Faschismus wurde er verfolgt, verhaftet und über zwölf Jahre lang in den Konzentrationslagern Dachau, Mauthausen und Buchenwald inhaftiert.

Im KZ Buchenwald war Vielhauer Teil des organisierten Widerstands, der kurz vor der Befreiung 1945 einen bewaffneten Aufstand gegen die SS organisierte.

Nach dem Krieg kehrte er nach Heilbronn zurück, arbeitete im Rathaus, war Stadtrat der KPD und bis ins hohe Alter in der Friedensbewegung sowie auf antifaschistischen und gewerkschaftlichen Veranstaltungen aktiv.

Vielhauer steht für eine antifaschistische Haltung, Mut und die Bereitschaft, für eine solidarische Gesellschaft zu kämpfen. Seine Geschichte ist nicht nur Vergangenheit – sie ist ein Anstoß für heute. Gerade in Zeiten, in denen rechte Diskurse in unserer Gesellschaft normalisiert werden, ist es unsere Aufgabe, an Menschen wie ihn zu erinnern, um zu lernen.

Erinnern heißt kämpfen!

Kommt vorbei, bringt Freund*innen mit – wir freuen uns auf euch!

Vor 80 Jahren am 11. April 1945: Befreiung des KZ Buchenwald

31. März 2025

Einladung

Freitag 11. April 2025, 18:00 Uhr

Hauptfriedhof Heilbronn, Abteilung 46

Gedenken am Grab

Ansprachen: Konrad Wanner, Anneliese

Fleischmann-Stroh

Musikalische Umrahmung 

Freundeskreis Walter Vielhauer: Bernhard Mainz, Anneliese Fleischmann-Stroh, Florian Vollert, Konrad Wanner, Köhlstrasse 39, 74074 Heilbronn

Gedenken an die Opfer des KZ Neckargartach

25. März 2025

Neuerscheinung beleuchtet KZ-Geschichte

Die Räumung des Konzentrationslagers Neckargartach jährt sich am 1. April zum 80. Mal. Zu diesem Anlass laden die Stadt Heilbronn, der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Heilbronn um 16 Uhr zum Gedenken auf dem KZ-Friedhof ein. Dabei werden Oberbürgermeister Harry Mergel und Pascal Raugust, Vorsitzender des Stadt- und Kreisverbands Heilbronn des DGB, Kränze für die Opfer niederlegen.

Eine kurze historische Einführung in das Arbeitslager, in dem zeitweilig über 1000 Menschen gleichzeitig interniert waren und mindestens 191 zu Tode kamen, erfolgt durch Miriam Eberlein, Leiterin des Stadtarchivs Heilbronn. Außerdem sprechen Bernhard Löffler für die Initiative Gedenkstätte KZ Heilbronn-Neckargartach sowie Oliver Toellner, Leiter des Grünflächenamts Heilbronn, der einen Ausblick auf das neue Gestaltungskonzept der Gedenkstätte geben wird. Aktuell realisiert die Stadt Heilbronn ein Gedenkkonzept, das den KZ-Friedhof auf der Anhöhe und das nahegelegene ehemalige Arbeitslager Steinbock an der Böllinger Straße zusammenführt. Zum 80. Jahrestag werden erste Elemente des Gedenkkonzeptes bereits zu sehen sein und eine Elsbeere gepflanzt, die Fertigstellung des gesamten Konzepts ist noch im Laufe dieses Jahres vorgesehen. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung durch ein Streichtrio der Städtischen Musikschule Heilbronn.

Die Anfahrt ist über Frankenbacher Straße, Hirschstraße möglich. Es wird darum gebeten, die Parkmöglichkeiten am Nordfriedhof in Neckargartach zu nutzen. Der KZ-Friedhof befindet sich in der Verlängerung der Hirschstraße hinter der Kleingartensiedlung.

Buchvorstellung
am Vortag

Bereits am Montag, 31. März, stellt das Stadtarchiv Heilbronn die Neuerscheinung „Das Konzentrationslager Heilbronn-Neckargartach. Umrisse seiner Geschichte“ in Anwesenheit des Autors Heinz Risel vor. Der promovierte Historiker beleuchtet in der Studie die Geschichte des KZs von seiner Errichtung im September 1944 bis zu seiner Auflösung im April 1945 sowie das Schicksal seiner zu Zwangsarbeit verpflichteten Insassen. Oberbürgermeister Harry Mergel wird ein Grußwort sprechen. Die Veranstaltung findet um 16.30 Uhr in Kooperation mit der Initiative Gedenkstätte KZ Heilbronn-Neckargartach in der Kulturschmiede Neckargartach, Biberacher Straße 16, statt. Aus Platzgründen ist eine Anmeldung zu der Veranstaltung unter https://eveeno.com/228712811 erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.

Die 112-seitige Publikation umfasst 20 Abbildungen und ist ab 1. April beim Stadtarchiv Heilbronn und im Buchhandel für zwölf Euro erhältlich.

https://www.heilbronn.de/rathaus/aktuelles/details/artikel/gedenken-an-die-opfer-des-kz-neckargartach.html

Gedenkkonzept für KZ Neckargartach

11. März 2025

Arbeitslager und nahegelegener Friedhof werden verbunden

Am 1. April jeden Jahres gedenkt Oberbürgermeister Harry Mergel auf dem KZ-Friedhof in Neckargartach der Auflösung des Lagers im Jahr 1945 und legt am Mahnmal mit den Namen der Toten einen Kranz nieder. Zum 80.  Jahrestag will die Stadt nun ein Gedenkkonzept realisieren, das den KZ-Friedhof auf der Anhöhe zwischen dem Gewann Werthalde und Hüttenäcker und das nahegelegene ehemalige Arbeitslager Steinbock an der Böllinger Straße zusammenführt. In diesem Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof im Elsass mussten Häftlinge bis in die letzten Kriegstage Zwangsarbeit für die SS sowie für staatliche und private Betriebe vor Ort verrichten.

Nach der Vorstellung im Verwaltungsausschuss am Montag, 13. Januar, soll die Umsetzung des Konzepts bereits im Februar beginnen und noch im 80. Jubiläumsjahr fertiggestellt sein.

Der KZ-Friedhof wird in seiner jetzigen Ausgestaltung belassen. Bisher weist allerdings nur ein unscheinbares Straßenschild den Weg zu den schmalen Treppen, die zu ihm hinaufführen. Künftig wird eine einladende Eingangssituation mit einem Portal aus Cortenstahl auf den Zugang aufmerksam machen, auf dem auch über den Gedenkort informiert wird.

An der nahe gelegenen Kreuzung Böllinger Straße / Mosbacher Straße symbolisieren ebenfalls Cortenstahlelemente die Dimension der ehemaligen Lagerbauten, von denen nichts mehr übrig ist. Anstelle der Baracken haben sich längst Gewerbebetriebe angesiedelt. Farbige, in den Straßenraum hineinragende Bodenflächen sollen künftig markieren, wo die einstigen Baracken des Lagers standen und der trennende Grenzzaun entlangführte.

Auf den Wandelementen sind eine kurze Erläuterung und Zitate von Zeitzeugen zu lesen. QR-Codes führen auf eine Homepage des Stadtarchivs, auf der die Geschichte ausführlich aufgearbeitet sein wird mit Zeitzeugenberichten, Scans von Dokumenten und Fotos. Übersichtslagepläne und eine Modellstele zeigen den Besucherinnen und Besuchern die Lage im Raum, sowie den Bezug des KZ Außenlagers Steinbock zu den industriell genutzten Lagern im Neckartal, sowie das Hauptlager Natzweiler-Struthof.

Das Konzept haben Grünflächenamt und Stadtarchiv in Zusammenarbeit mit der Agentur gruppesepia erarbeitet. Der Impuls zur Sichtbarmachung des Lagers ist in einer Koordinationsgruppe bei Oberbürgermeister Harry Mergel unter Beteiligung der Initiative Gedenkstätte KZ-Heilbronn-Neckargartach entstanden. Die Initiative ist Mitglied im Verbund der Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler e.V. (VGKN.eu), zu dem auch die Gedenkorte Kochendorf und Neckarelz gehören.

Die Maßnahmen an den symbolträchtigen historischen Orten werden in Zusammenarbeit mit dem Amt für Straßenwesen und dem Betriebsamt der Stadt Heilbronn durchgeführt. In diesem Zuge werden auch Anpassungen im baulichen Bestand vorgenommen, wie die Verkehrssicherheit der Treppenanlage oder die Zugänglichkeit zum Friedhof über den Feldweg.

Die kleine Friedhofsanlage war bereits im Jahr 1946 von einer Bürgerinitiative in Neckargartach an der Stelle des Massengrabs mit den menschlichen Überresten von KZ-Häftlingen errichtet worden. Mittlerweile steht der Friedhof unter Denkmalschutz, auf einer Bronzetafel sind Namen der Toten zu lesen. Das Lager war im Sommer 1944 errichtet und beim Vormarsch der alliierten Truppen in den letzten Kriegstagen ins KZ Dachau „evakuiert“ worden.

Zum 80. Jahrestag wird das Stadtarchiv eine Publikation von Dr. Heinz Risel über das KZ Heilbronn-Neckargartach in einer überarbeiteten Neuauflage veröffentlichen. 

https://www.heilbronn.de/rathaus/aktuelles/details/artikel/gedenkkonzept-fuer-kz-neckargartach.html

Vortrag: „Die AfD Baden-Württemberg: Einblicke in eine rechtsradikale Partei“

5. Februar 2025


Am Montag, 10. Februar 2025, ladet das Netzwerk gegen Rechts euch herzlich in die Maschinenfabrik Heilbronn ein!

Der Journalist und Publizist Lucius Teidelbaum beleuchtet, wie sich die AfD in Baden-Württemberg etablieren konnte, welche Strategien sie verfolgt und welche Auswirkungen dies auf unsere Demokratie hat. Sein Vortrag bietet nicht nur Hintergründe, sondern auch neue Perspektiven und Raum für Diskussion.

👉 Warum dabei sein?
Erfahre, welche Rechten Entwicklungen im Südwesten politisch gerade eine Rolle spielen.
Verstehe, wie rechtsradikale Positionen salonfähig gemacht werden – und wie wir dem begegnen können.

💡 Eintritt frei – eine Anmeldung ist nicht nötig.

📆 Datum: Montag, 10. Februar 2025
🕒 Einlass: 19:00 Uhr
🕤 Beginn: 19:30 Uhr
📍 Ort: Maschinenfabrik Heilbronn


Kommt vorbei, bringt eure Freund*innen mit und diskutiert gemeinsam über die Themen, die unsere Gesellschaft bewegen.  

Wie Frieden erreichen?

12. Januar 2025

Podiumsdiskussion des Friedenrats

13. Februar 2025

Diskussion mit Bundestagskandidaten:
Wie Frieden erreichen?
Der Heilbronner Friedensrat lädt ein zur Diskussionsveranstaltung am
Donnerstag, 13. Februar 2025, 19 Uhr
im Heinrich-Fries-Haus in Heilbronn, Bahnhofstraße 13
Auf dem Podium:
– Jens Schäfer (SPD / Bundestagskandidat)
– Jonathan Ebert (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN / Bundestagskandidat)
– Christoph Mössinger (DIE LINKE / Bundestagskandidat)
– Cedric Schiele (BSW Bündnis Sarah Wagenknecht / Bundestagskandidat)
Es moderieren:
Brigitte Klein und Heinz Deininger (Heilbronner Friedensrat)
In der Ukraine und in Gaza toben schreckliche Kriege. Wie können das zehn-
tausendfache Sterben und die Zerstörung von Städten, Dörfern, Infrastruktur
und Umwelt beendet werden? Was bringen Waffenlieferungen? Erhöhen
Taurus-Lieferungen an die Ukraine die Kriegsgefahr? Wie sieht es mit
nachhaltigen Initiativen für einen Waffenstillstand, für Frieden, Ausgleich und
Verhandlungen aus? Braucht es zur Friedenssicherung massiver Aufrüstung?
Wer trägt die Kosten? Führt die Stationierung amerikanischer Mittelstrecken-
Raketen in Deutschland zum Frieden oder zur Eskalation?
Diese Fragen bewegen zunehmend die Bevölkerung. Darüber wollen wir
gemeinsam mit den Bundestagskandidaten der im Bundestag vertretenen
Parteien, aus deren Mitte Mitglieder oder Unterstützer im Heilbronner
Friedensrat mitarbeiten, diskutieren. Nach Statements vom Podium besteht die
Möglichkeit, sich mit Beiträgen und Fragen einzubringen.
Der Heilbronner Friedensrat setzt sich seit Jahrzehnten für Frieden, Ausgleich,
diplomatische Konfliktlösungen und Abrüstung ein – weitere Informationen
abrufbar unter www.friedensrat.de.
ViSdP.: Brigitte Klein, Keilstraße 22, 74080 Heilbronn (schuster-klein@t-online.de)

Hände weg vom roten Winkel!

6. August 2024

Als Reaktion auf das versuchte Verbot des roten Winkels durch seine Umdeutung zum „Hamas-Symbol“, veröffentlichten die LAG Buchenwald-Dora und der Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora Freundeskreis folgende Stellungnahme – Angriff auf den „roten Winkel“ –, die wir als VVN-BdA Landesvereinigung Baden-Württemberg unterstützen.

Vor einiger Zeit vernahm man lautstarkes Getöse aus dem Berliner Innensenat und vom hessischen Innenminister. Sie forderten die Innenministerkonferenz und die Bundesinnenministerin auf, den „roten Winkel“, den sie glaubten als „Hamas-Symbol“ denunzieren zu können, zu verbieten. Sie stützten sich dabei auf einzelne Fotos aus Kreuzberg und einigen Stadtteilen Londons, wo an öffentlichen Stellen ein längliches rotes Dreieck – angeblich zur „Feindmarkierung“ – zu sehen war.

Wie wenig historische Bildung muss in den Köpfen dieser Politiker angekommen zu sein, wenn sie glauben, dies sei der „rote Winkel“?

Wir erinnern daran: Der „rote Winkel“ war die „Feindmarkierung“ des NS-Regimes gegen seine politischen Gegner und später aller Häftlinge aus den überfallenen Ländern, die in den Konzentrationslagern den roten Winkel mit einem Nationalitätenbuchstaben tragen mussten. Sie trugen ihn – nach der Befreiung von Faschismus – mit Stolz, in dem Bewusstsein, den faschistischen Terror überstanden zu haben und sich dem politischen Vermächtnis der Überlebenden – bis heute – verpflichtet zu fühlen. Wer also glaubt, den „roten Winkel“ verbieten zu können, der versucht damit das europäische antifaschistische Vermächtnis zu verbieten.

Vor einigen Jahren tönte schon einmal die Trump-Regierung, man müsse „die Antifa“ als Terrororganisation brandmarken. Damals nahmen Politiker der CDU/CSU diese „Vorlage“ gerne auf. Heute denunziert die ungarische Staatsanwaltschaft „die Antifa“ als internationales Terrornetzwerk und die bundesdeutsche Justiz liefert Beschuldigte auf fragwürdiger Grundlage nach Ungarn aus.

Solche Angriffe auf die Idee des Antifaschismus und ihre Organisationen sind in der BRD nicht neu. Immer wieder versuchten Bundes- und Länderregierungen Antifaschismus zu denunzieren und dessen Symbole zu kriminalisieren. Schon zweimal untersagte die Berliner Regierung am 8./9. Mai ein würdiges Gedenken an die Befreier und die Befreiung durch die militärischen Kräfte der Anti-Hitler-Koalition. Mit Polizeieinsatz wurde die öffentliche Präsentation deren Symbole an Gedenkorten in Berlin unterbunden.

Selbst mit dem Mittel des Steuerrechts, dem versuchten Entzug der Gemeinnützigkeit für die VVN-BdA, wurde antifaschistische Arbeit torpediert. Einer breiten gesellschaftlichen Solidarität war es zu verdanken, dass dieser Angriff auf die älteste überparteiliche antifaschistische Vereinigung in unserem Land abgewehrt werden konnte.

Gegen solche politische Bestrebungen treten wir – gemeinsam mit anderen europäischen Antifaschisten – auf. Die Bewahrung des politischen Vermächtnisses der Überlebenden der Lager und Haftstätten, die Würdigung der Befreier und der Befreiung sind unser Leitmotiv.

Der „rote Winkel“ bleibt unser Symbol. Der lässt sich nicht verbieten!

Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora e.V.
Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora/ Freundeskreis e.V.

Wer AFD wählt, wählt Nazis

24. April 2024

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